Genua (ital. Genova) ist mit ca. 610.000 Einwohnern die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Region Ligurien im nordwestlichen Italien an der Küste des Mittelmeeres. In der Bucht von Genua steigt das Gebirge des Apennin steil an. Der Hafen von Genua ist einer der größten am Mittelmeer: im Containerumschlag der drittgrößte nach Algeciras und Gioia Tauro. Seine Bedeutung erhält er vor allem durch sein Hinterland, das Industriegebiet von Mailand und Turin. Bis 1996 war der Ölhafen Ausgangspunkt der Central European Line, die bis nach Ingolstadt (Bayern) führt. Genua besitzt eine der größten Altstädte in Europa, vielleicht sogar die größte. Einen kontrastreichen Gegensatz zur Altstadt bilden Patrizierhäuser und prunkvolle Paläste an der Via Garibaldi, allen voran der Palazzo Ducale aus dem 13. Jahrhundert. Wehrhafte Befestigungsanlagen zeugen von der wechselvollen Geschichte der früheren Seerepublik. Wahrzeichen der Stadt ist die Laterna. Der 117 m hohe Leuchtturm steht im Westen des Hafens und ist seit Jahrhunderten Orientierungspunkt für Seefahrer. Der Platzmangel in Genua hat zur Folge, dass für den Bau des Flugplatzes und des neuen Containerhafens eine besondere Lösung getroffen werden musste: Abtragung eines Hügels und Aufschüttung des Meeres. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und hat eine Universität. Genua ist Kulturhauptstadt Europas 2004. Provinz Genua: Fläche: 1.838 km² Einwohner: 870.553 Bevölkerungsdichte: 473 Einwohner/km² Homepage: www.provincia.genova.it |